Riester-Rente 2026 —Lohnt Sich Die Geförderte Altersvorsorge?

Aktualisiert: 21. Mai 2026 路 Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Riester-Rente 2026 bleibt eine der bekanntesten Formen der geförderten Altersvorsorge in Deutschland. Mit einer Grundzulage von 175 Euro, einer Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und einem maximalen Sonderausgabenabzug von 2.100 Euro kann die Förderung attraktiv sein. Doch lohnt sich die Riester-Rente noch? In diesem Guide analysieren wir alle Förderungen, Vor- und Nachteile und zeigen, für wen Riester sinnvoll ist.

Wie Funktioniert Die Riester-Rente?

Die Riester-Rente (benannt nach dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester) ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Sie wurde 2002 eingeführt, um die Lücke zu schließen, die durch das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente entsteht.

Das Prinzip: Sie sparen regelmäßig in einen Riester-Vertrag (Rentenversicherung, Banksparplan oder Fondssparplan) ein. Der Staat belohnt Ihr Sparen mit Zulagen und einem steuerlichen Vorteil. Im Alter erhalten Sie die angesparte Summe als lebenslange Rente oder (begrenzt) als Kapitalauszahlung.

Riester-Förderung 2026 Im Detail

Grundzulage

Jeder Riester-Sparer erhält eine Grundzulage von 175 Euro pro Jahr. Diese wird direkt auf den Riester-Vertrag überwiesen, sobald der Mindesteigenbeitrag geleistet wurde.

Kinderzulage

Für jedes Kind, für das Sie Kindergeld beziehen, erhalten Sie eine zusätzliche Zulage:

Die Kinderzulage ist besonders für Familien mit mehreren Kindern attraktiv. Bei drei Kindern (ab 2008 geboren) und zwei Riester-Sparern können bereits 900 Euro Kinderzulage plus 350 Euro Grundzulage = 1.250 Euro staatliche Förderung jährlich zusammenkommen.

Sonderausgabenabzug

Neben den Zulagen können Riester-Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden. Der maximale Abzug beträgt 2.100 Euro pro Jahr (Alleinstehende) bzw. 4.200 Euro (zusammenveranlagte Ehepaare).

Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Steuerersparnis höher ist als die erhaltenen Zulagen. Ist dies der Fall, wird die Differenz erstattet. Dieser Mechanismus nennt sich günstiger Prüfung.

Mindesteigenbeitrag

Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sie einen Mindesteigenbeitrag von 4% des Vorjahreseinkommens (bis zur BBG der Rentenversicherung) leisten, abzüglich der Zulagen.

Beispiel: Bei einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro beträgt der Mindestbeitrag 1.600 Euro. Abzüglich 175 Euro Grundzulage = 1.425 Euro Eigenbeitrag (ca. 119 Euro/Monat).

Wer Ist Riester-Berechtigt?

Riester-förderungsberechtigt sind:

Vor- Und Nachteile Der Riester-Rente

Vorteile

Nachteile

Für Wen Lohnt Sich Riester?

Besonders attraktiv ist Riester für:

Weniger geeignet ist Riester für:

Riester Im Vergleich Mit Anderen Altersvorsorge-Formen

Neben Riester gibt es weitere Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge:

Häufig Gestellte Fragen

Kann ich meinen Riester-Vertrag kündigen?

Ja, aber Sie verlieren dann alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile. Diese müssen zurückgezahlt werden. Eine Kündigung sollte daher gut überlegt sein. Besser ist oft, den Vertrag ruhen zu lassen, wenn Sie vorübergehend nicht einzahlen können.

Was ist Wohnriester?

Wohnriester ermöglicht die Nutzung des Riester-Guthabens zum Erwerb oder der Modernisierung einer selbstgenutzten Immobilie. Das Guthaben wird entnommen, muss aber im Alter als —濿ohnzulage" zurückgezahlt werden (über die Rentenleistung).

Wie wird die Riester-Rente im Alter besteuert?

Die Riester-Rente muss im Alter vollständig als sonstiges Einkommen versteuert werden (§ 22 Nr. 5 EStG). Dies ist ein wesentlicher Nachteil gegenüber anderen Anlageformen, bei denen nur die Erträge besteuert werden.

Kann ich mehrere Riester-Verträge haben?

Ja, aber die Förderung (Zulagen und Steuerersparnis) wird nur einmal gewährt. Mehrere Verträge führen nicht zu mehr Förderung, sondern nur zu höheren Kosten.

Was passiert mit dem Riester-Vertrag im Todesfall?

Das Riester-Guthaben kann an den Ehepartner oder die Kinder vererbt werden. Der überlebende Ehepartner kann den Vertrag fortführen und die Förderung erhalten. Bei nicht-förderungsberechtigten Erben muss das Guthaben ausgezahlt werden, wobei die Zulagen zurückgezahlt werden müssen.

Quellen: